This is not fine.
@padeluun @annaluehrmann Ich muss es mir bei nächster Gelegenheit nochmal ansehen. Siehst du das Problem auch beim 'fake-dezentralen' Bluesky, oder noch woanders? Wenn du einen Link hast, kannst du ihn gern mal "droppen", wie man so Neudeutsch sagt! :)
@pino @annaluehrmann Warum Bluesky für mich indiskutabel ist?
Weil ich nicht von einem kommerziellen Netzwerk ins nächste wechseln will, nur weil dort gerade die netteren Leute sitzen.
Bluesky ist ein mit Risikokapital finanziertes Unternehmen. Das AT-Protokoll mag offen sein, aber wesentliche Infrastruktur und Macht konzentrieren sich weiterhin bei Bluesky. Dazu kommt die alte Reichweitenlüge: Empfehlungsalgorithmen sollen Aufmerksamkeit organisieren und Sichtbarkeit erzeugen.
Ich will kein freundlicheres Twitter. Ich will grundsätzlich andere soziale Netzwerke. Selbstverwaltet, föderiert, gemeinschaftlich finanziert, ohne Konzernherrschaft und ohne den Zwang, ständig Reichweite produzieren zu müssen.
Und die Brücken ins Fediverse? Die schleppen mir genau das wieder herein, dem ich bewusst den Rücken gekehrt habe.
Das Fediverse ist für mich keine technische Spielerei, sondern eine gesellschaftspolitische Entscheidung.
Ich will nicht auf die nächste Plattform. Ich will weg vom Plattformprinzip.
@padeluun@digitalcourage.social @pino@social.cologne @annaluehrmann@gruene.social Es gibt jetzt aber auch Eurosky, was die Machtproblematik entschärft hat. Bei den Algorithmen finde ich wichtig, dass ich als Nutzer darüber entscheiden kann es zu nutzen und das dieser transparent ist. Das es verschiedene Lösungen und Protokolle gibt finde ich auch gut. Die Beiträge die über Bridges sieht, kommen doch nur, wenn man diesen folgt, oder?
@bjawebos @pino @annaluehrmann Hat es nicht. Warum auch Eurosky für mich keine Alternative ist?
Europäische Server, Gemeinnützigkeit, offene Software: alles begrüßenswert. Aber Eurosky bleibt Teil des AT-Protokoll-Ökosystems von Bluesky.
Auch wenn Eurosky inzwischen eigene Infrastruktur betreibt, bleibt die grundlegende Architektur dieselbe: netzweite Datenaggregation, zentrale Indexierungsdienste und eine Öffentlichkeit, deren Sichtbarkeit von wenigen großen Diensten geprägt werden kann.
Und nur weil meine Daten in Europa gespeichert werden, sind meine öffentlichen Beiträge keineswegs vor weltweiter Erfassung und Auswertung geschützt.
Vor allem aber: Warum schon wieder ein paralleles Ökosystem aufbauen, statt das bestehende Fediverse zu stärken?
Wir haben mit ActivityPub längst eine funktionierende, dezentrale und gemeinschaftlich betriebene Infrastruktur.
Ich will keine europäische Variante der Plattformlogik. Ich will, dass wir diese Logik überwinden. (1/2)